Browser-BenachrichtigungenLass Dich von Deinem Browser informieren, wenn Du neue Nachrichten oder Likes erhältst!
| |
| |
![]() | Sheldoria | ![]() 16.01.26 12:51 |
Hi, Ich beschäftige mich zur Zeit mit dem Thema Shaolin temple und deren Gedanken. Finde das extrem spannend. Eventuell gibt es hier ja jemanden der näher in dem Thema ist und Lust hat sich auszutauschen. LG Natalie | ||


![]() | Manuel2023 | 26.01.26 17:49 |
Das chinesische Shaolin-Kloster (ab ca. 500 n. Chr.) gilt als Vorläufer des Chan-Buddhismus (ab ca. 520 n. Chr.) in China, dessen Ursprung aus Indien schon ab 25 n. Chr. durch Übersetzungen indischer Schriften nach China gelangte, und der viel späteren Zen-Formen in Japan – vor allem Rinzai-Zen (Gründung 1191), Soto-Zen (Gründung 1243) und das weniger bekannte Obaku-Zen (Gründung 1654, das das japanische Zen gemäß dem ursprünglichen chinesischen Chan durch chinesische Meister zu erneuern versuchte). Das chinesische Wort „Chan“ ist mit dem ursprünglichen indischen Sanskrit-Wort „Dhyāna“ und dem viel späteren japanischen Wort „Zen“ gleichbedeutend mit „meditativer Versenkung in sich selbst“. Zen ist eine Variante des Buddhismus und speziell des Mahāyāna-Buddhismus (dem „großen Fahrzeug“, der Erlösung aller Lebewesen, im Gegensatz zum Theravāda-Buddhismus – auch Hīnayāna-Buddhismus gennant –, dem „kleinen Fahrzeuge“, der Erlösung nur der eigenen Person). Die verschiedenen Zen-Schulen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Zen ist in erster Linie Praxis, und besonders das chinesische Chan legt maximalen Wert auf Praxis, während es theoretische Philosophie als Weg ablehnt. Es geht im Chan darum, unabhängig von allen Meistern („Wenn ihr einem Buddha begegnet, tötet den Buddha!“ [Linji Yixuan, †866/867]) und deren Schriften (So gibt es die Aufforderung, die Schriften zu zerreißen.), die ursprüngliche eigene Natur zu schauen und Buddha zu werden. Die Shaolin-Tradition ist hierbei maximal körperorientiert. Siehe auch: —> https://j-dg.x10.bz/#Shaolin#Deutschland —> https://j-dg.x10.bz/#Shaolin-Tempel_Deutschland Das ca. 700 Jahre nach dem chinesischen Shaolin-Chan gegründete japanische Rinzai-Zen ist dagegen maximal mental und philosophisch orientiert. Rinzai-Zen arbeitet aber auch auf Erleuchtung (Satori) hin, was ebenso im Chan angestrebt wird. Rinzai-Zen war traditionell für den „Shōgun“ (Krieger-Adel) bzw. die Samurai. Die zentrale Methode sind Kōans im Zazen. Alle künstlerischen Wege des Zen: Tee-Zeremonie, Zen-Garten, Malerei, Haiku, Bambusflötenspiel, Schreiben, Kalligraphie, Ikebana, Bonsai, Medizin, die unterschiedlichen Traditionen der Kampfkunst ohne Waffen, Schwertkampf, Bogenschießen, Kriegskunst und weitere, soweit sie nicht bereits in der chinesischen Ursprungstradition praktiziert wurden, gingen aus der aristokratischen Rinzai-Schule hervor. Rinzai-Zen arbeitet auf einen singulären Moment der Erleuchtung durch eine mentale Krise hin. Dieser Moment wird im Allgemeinen Satori genannt. Satori ist in der Praxis ein vorübergehender, von Dopamin und Endorphin gesteuerter mentaler Zustand, der einen kurzen Einblick in den im Buddhismus als natürlichen Grundzustand des Geistes definierten Zustand ermöglicht, sozusagen ein Blick ins Paradies bzw. ins Nirvāna. Satori kann die mentale Ebene phänomenologisch verändern, führt aber nicht zwangsläufig zu anderer Lebenspraxis wie Kenshō im Soto-Zen. Das ca. 750 Jahre nach dem chinesischen Shaolin-Chan gegründete japanische Soto-Zen strebt im Gegensatz hierzu nicht Erleuchtung im Sinne des Rinzai-Zen an, sondern die reine Praxis. Das gegenüber dem Rinzai-Zen volkstümliche Soto-Zen war traditionell für den „Bauern“. Soto-Zen ist die größte Schule in Japan und ebenso die am weitesten verbreitete Zen-Tradition im Westen. Im Soto-Zen sitzt du einer weißen Wand gegenüber und übst dich im Zazen, um zu erkennen, dass du ein von Anfang an erleuchtetes Wesen bist – sonst nichts. Die Übung selbst ist Erleuchtung, und Erleuchtung ist vollendete Übung. Du betrachtest den Fluss deines Geistes und lernst durch stoische Übung – und nicht durch einen singulären Moment von intellektueller Erkenntnis wie im Rinzai-Zen – ihn mental anzuerkennen und handelnd maximal bewusst und frei darauf zu reagieren. Vollständige mentale Anerkennung und daraus resultierende echte freie Handlung sind die beiden höchsten Ebenen der inneren Kommunikationskaskade, die mit der sensorischen Sensitivität beginnt, gefolgt von Resonanz der hereinkommenden Reize mit dem Unbewussten, daraus nichtlinearem Aufbau von Bildern im phänomenalen Bewusstsein zusammen mit subjektiver, lokal absoluter, von außen nicht kritisierbarer Bewertung, gefolgt von Versprachlichung, rationaler, linearer Analyse, Prognose und wohlbegründeten, für Kritik von außen offenen Urteilen, gefolgt von vernünftiger, universaler, epistemologischer, ontologischer und ethischer Analyse, Prognose, Beurteilung und Anerkennung, gefolgt von daraus resultierender Handlung, die erneut von der ersten sensorischen Ebene korrigierend gefolgt wird. Soto-Zen arbeitet lebenslang an der sukzessiven Approximation an das individuelle Maximum des Bewusstseins, um unsere Handlungen gemäß unserem Verständnis von der Welt und dem Menschsein zu optimieren. Der im Soto-Zen für „Erleuchtung“ verwendete Begriff ist sinnvollerweise nicht das Satori wie im Rinzai-Zen, sondern Kenshō. Kenshō ermöglicht im Wesentlichen maximales Bewusstsein seiner selbst, Transzendenz von Wahrnehmung und reflexive Betrachtung der inneren Kommunikationskaskade. Begriffe wie Bewusstsein, Unbewusstes, Subjekt, Objekt, subjektiv, objektiv, Intersubjektivität, Sozialität, Antisozialität, Asozialität, Egoismus, Egozentrik, Egomanie, Machtmotivation, Hierarchie, Epistemologie, Ontologie, Relativismus, Konstruktivismus, Solipsismus, Nihilismus, Ich, Selbst, Ego, Beziehung, Wechselwirkung, Kommunikation, Gefühl, Empfindung, Emotion, Bedürfnis, Grenze, Alles, phänomenales Bewusstsein, subjektive Bewertung, intentionales Bewusstsein, Abstraktion, Sprache, Logik, Analyse, Synthese, Prognose, Rationalität, objektives Urteil, Universalität, Absolutheit, Metaethik, Ethik, Moral, Vernunft und viele weitere Begriffe werden klar, und sie werden scharf definierbar. Man kann Kenshō auch als grundsätzliches Erkennen der eigenen Natur und der Natur alles anderen und der Relation beider Pole zueinander und der bilateralen Beziehung beider Pole zueinander verstehen. Dieses Erkennen im Kenshō ist kein vorübergehender, primär intellektueller, Dopamin- und Endorphin-bestimmter Moment wie im Satori des Rinzai-Zen, sondern eine grundsätzliche und dauerhafte Veränderung des Welt- und Menschenbildes auf der Ebene der Vernunft, die unser Handeln fundamental prägt. Kenshō verändert im Wesentlichen die empirische Handlungsebene. Der empirisch Handelnde ist der „Bauer“, nicht der „Shōgun“; der „Shōgun“ ist im Gegensatz zum „Bauern“ im geistigen Bereich aktiv, für die Umsetzung seiner geistigen Elaborate hat der „Shōgun“ seine „Bauern“. Die Praxis des „Shōguns“ sind die oben unter Rinzai-Zen genannten Zen-Künste. Anmerkung: Eine im Gegensatz zu Satori und Kenshō primär körperlich erlebte Erleuchtung findet man im Kundalini-Yoga und im Schamanismus. Rinzai-Zen ist primär mental-intellektuell orientiert und arbeitet auf ein singuläres Ziel hin, um eine rein mentale, absolute, intellektuelle und neurologische Erfahrung (Satori) zu machen. Soto-Zen ist primär mental-pragmatisch orientiert und versteht sich als lebenslange Übung, die vor allem die Vernunft-Ebene des Geistes fokussiert und entwickelt und die daraus resultierenden Handlungen gemäß eines erkenntnistheoretisch anzustrebenden absoluten ontischen Welt- und Menschenbildes sukzessive approximativ vervollkommnet. Das heutige Shaolin-Zen basiert auf dem ursprünglichen chinesischen Chan, ist sehr stark körperlich-übend orientiert, praktisch arbeitend orientiert (Samu, die meditative Arbeit ist ebenfalls im Soto-Zen wichtig: „Ein Tag ohne Arbeit ist ein Tag ohne Essen.“ [Baizhang Huaihai, 720–814]), ist explizit nicht-intellektuell und steht damit dem Soto-Zen nahe, strebt aber auch spontane Erleuchtung an und steht damit ebenso dem Rinzai-Zen nahe. Alle Zen-Schulen sind grundsätzlich maximal autoritär und hierarchisch orientiert. Ich würde als Erstes in mich gehen, um zu ergründen, welche Zen-Schule im Moment am besten mit mir zusammenpasst. Neben dem Zen gibt es natürlich noch andere Meditationsschulen wie z. B. im Yoga. | ||
Bildersuche
Login
zu Hause
Deine Profilansicht
Sucheinstellung
SchwurbelDaten
Grunddaten
Interessen
Fotos
Organisationen
Blockierungen
Videospiele
Freunde einladen
Telegram
Banner-Tausch
Spenden
Spiritualität
Suche Austausch zu Shaolin


